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Zulassungsvoraussetzungen für die Steuerberaterprüfung

Das deutsche Steuersystem ist für viele Steuerzahler ein Dschungel, der kaum ohne fachkundige Beratung durchdrungen werden kann. Welcher Arbeitnehmer, Gewerbetreibender oder Freiberufler kennt sich wirklich aus mit dem Steuerrecht? Wie hoch ist die Steuerlast und wie können Steuern gespart werden? Was muss unbedingt beachtet werden, um nicht als Steuerhinterzieher verdächtigt zu werden? Jeder Steuerpflichtige ist auf der sicheren Seite, wenn ein versierter Steuerberater, eine Steuerberaterin bei der Steuererklärung hilfreich zur Seite steht. Nur wie werde ich eigentlich Steuerberater? Welche Zulassungsvoraussetzungen bestehen für das Steuerberaterexamen? Verschiedene Wege führen zum Steuerberaterexamen, d.h. einer der vier im Folgenden vorgestellten Werdegänge ist die Voraussetzung, um die Prüfung zum Steuerberater absolvieren zu können und für die Prüfung zum Steuerberater zugelassen zu werden. Wichtig ist aber nicht nur der Weg, sondern auch eine professionelle Prüfungsvorbereitung im Vorfeld.

1.) Ausbildung + 10 Jahre Praxiserfahrung = Zulassung zur Steuerberaterprüfung

Der erste Weg führt nach dem Abschluss einer kaufmännischen Berufsausbildung (zum Beispiel zur/m Steuerfachangestellten) direkt in eine lange Praxisphase. Zehn Jahre praktische Tätigkeit im Bereich der Bundes- oder Länderfinanzbehörde verwalteten Steuern sind dabei die Voraussetzung für eine Prüfung zum Steuerberater.

2.) Ausbildung + Weiterbildung + 7 Jahre Praxiserfahrung = Zulassung zur Steuerberaterprüfung

Variante 2 ähnelt dem ersten Weg sehr, umfasst allerdings noch eine Fortbildung zum Steuerfachwirt oder Bilanzbuchhalter nach der Ausbildung. Mit dieser Weiterbildungsmaßnahme verkürzt sich die Praxisphase um drei Jahre.

3.) Studium + Praxiserfahrung = Zulassung zur Steuerberaterprüfung

Der dritte Weg führt über ein wirtschafts- oder rechtswissenschaftliches Hochschulstudium. Je nach Studienlänge schließt eine zwei- bzw. dreijährige Praxisphase als Voraussetzung der Prüfung zum Steuerberater an. Einen Sonderfall gilt es zu berücksichtigen, wenn ein Bachelor- und ein Maserstudiengang absolviert wurden, der durch eine längere Praxisphase voneinander getrennt ist. Die Regelstudienzeiten werden in diesem Fall addiert und auch die praktische Tätigkeit wird angerechnet.
Bzgl. der Praxisphase gilt: Diese kann nur anerkannt werden, wenn mindestens 16
Wochenstunden abgeleistet wurden.

Welches Studienfach bietet sich an?

  • Volkswirtschaftslehre
  • Betriebswirtschaftslehre (Business Administration, General Management, Wirtschaftswissenschaften)
  • Rechtswissenschaften (Jura, Wirtschaftsrecht)
  • Wirtschaftsingenieurwesen
  • Mathematik mit BWL im Nebenfach

Wer sich seines Berufswunsches als Steuerberater schon sehr sicher ist, kann den Studienschwerpunkt auf Steuern und Prüfungswesen, Steuereinflüsse, Rechnungswesen, Steuerlehre, Finance/Accounting/Taxation oder Steuerrecht legen.

4.) Ausbildung/Studium beim Finanzamt + Praxiserfahrung = Zulassung zur Steuerberaterprüfung

Wer sich schon früh ganz und gar dem Thema Finanzen und Steuern verschreiben möchte, sei zu einer Ausbildung beim Finanzamt geraten. Dort kann sowohl ein Duales Studium zum Finanzwirt absolviert werden, welches nach anschließender Praxisphase die Zulassung zur Steuerberaterprüfung ermöglicht. Allerdings ist auch ohne Hochschulreife eine Ausbildung im Finanzamt möglich. Dann führt der Weg über Ausbildung und Praxisphase zur Zulassung zur Steuerberaterprüfung. Grundsätzlich gilt: Der mittlere Dienst wird wie die Prüfung zur Steuerfachangestellten gewertet – damit erfordert eine Ausbildung beim Finanzamt im mittleren Dienst ebenfalls zehn Jahre Praxiserfahrung.
Blick in die Praxis: Eine Ausbildung beim Finanzamt ist eine Ausbildung zum Beamten. Folglich ist eine Laufbahn im mittleren, höheren und gehobenen Dienst möglich. Die Ausbildung erfolgt an Landesfinanzschulen und Ausbildungsfinanzämtern. Nach einer theoretischen Grundausbildung in Steuervorschriften, Abgabenrecht, Datenverarbeitung, Organisation und Verwaltung, wird praktisch geübt, wie Gesetzestexte angewandt werden können, Steuerversäumnisse angemahnt werden müssen und was es mit der Steuererstattung auf sich hat.

Ausblick: Prüfungsinhalte und wie’s weitergehen kann …

Durchgeführt wird die Staatsprüfung zum Steuerberater von den Steuerberaterkammern. Die Bewertung der Prüfungsleistung erfolgt durch staatliche Prüfungsausschüsse. Wichtig ist eine konsequente und qualitativ hochwertige Prüfungsvorbereitung. Im schriftlichen Teil stehen drei Klausuren an, die mündliche Prüfung dauert ca. 90 Minuten. Inhaltlich wird der folgende Stoff geprüft:

  • Steuerliches Verfahrensrecht, Steuerstrafrecht, Steuerordnungswidrigkeitenrecht
  • Einkommens und Ertragssteuerrecht
  • Bewertungsrecht, Erbschaftssteuerrecht, Grundsteuer
  • Verbraucher- und Verkehrssteuerrecht, Zollrecht
  • Handelsrecht, Bürgerliches Recht, Gesellschaftsrecht, Insolvenzrecht, Recht der Europäischen Gemeinschaft
  • Betriebswirtschaft und Rechnungswesen
  • Volkswirtschaft
  • Berufsrecht

Nach bestandener Prüfung dürfen Sie sich noch nicht Steuerberater nennen. Eine weitere Voraussetzung, um diese geschützte Berufsbezeichnung tragen zu können, ist nämlich die Bestellung zum Steuerberater. Dazu müssen Sie einen Antrag bei der zuständigen Steuerberaterkammer stellen. Dieser beinhaltet die Bescheinigung über die erfolgreich abgelegte Steuerberaterprüfung, ein Passbild, die Deckungszusage Ihrer Berufshaftpflichtversicherung oder den Nachweis der Mitversicherung bei Ihrem Arbeitgeber. Darüber hinaus ist ein Führungszeugnis der Belegart 0 einzureichen.
Übrigens muss nach der Prüfung zum Steuerberater noch lange nicht Schluss sein, denn dann können Sie die Weiterbildung zum Wirtschaftsprüfer oder Fachberater für beispielsweise Internationales Steuerrecht und Zölle sowie Verbrauchssteuern absolvieren.

So schaffen Sie gute Voraussetzungen für die Prüfung zum Steuerberater

Nehmen Sie die Prüfung zum Steuerberater nicht auf die leichte Schulter und lassen Sie sich die durchschnittliche Durchfallquote von 50 Prozent im Deutschlandvergleich eine Warnung sein.


Nicht umsonst gilt die Prüfung zum Steuerberater als eine der härtesten Abschlussprüfungen deutschlandweit. Voraussetzung für einen erfolgreichen Abschluss der Steuerberater-Prüfung sind vor allem Geduld, Ehrgeiz und die richtige Prüfungsvorbereitung. Die Kombination mehrerer prüfungsvorbereitender Seminare – möglichst eine Mischung aus Fernlehrgang und vor-Ort-Training – ist an dieser Stelle ratsam. Bestellen Sie hier das kostenlose Informationsmaterial der Lerninstitute, um ihr individuelles Prüfungsvorbereitungspaket zu schnüren – und die bestmöglichen Voraussetzungen für die Prüfung zum Steuerberater zu schaffen.

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